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Lukas Marti
Dr. med.
Lukas Marti
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Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Chirurgische Therapien

Die chirurgische Therapie hängt primär vom Fistelverlauf und sekundär von Begleiterkrankungen ab. Einfache submuköse Fisteln können gespalten, komplexere Fisteln sphinkterschonend entfernt (reseziert) und innere, im Enddarm liegende Fistelöffnung mit einem Schleimhautlappen verschlossen werden. Bei Hinweisen auf eine chronische Infektion wird in einem Schritt eine Drainage (Seton-Einlage) durchgeführt. Liegt ein Abszess vor, muss dieser vorgängig behandelt werden.

Sehr vorsichtig ist das chirurgische Verfahren beim Patienten mit Morbus Crohn zu wählen, da hier doch häufig Rezidive auftreten und wiederholte Operationen im Bereiche des Schliessmuskelapparates die Gefahr einer dauernden Schädigung in sich birgt.

Abszessinzision/-exzision [...]
Infizierte Perianalfistel [...]
Fistelspaltung (Fistulotomie) [...]
Schleimhautverschiebelappen (Advancement Mukosaflap) [...]

Nachbehandlung

Einfache Fisteloperationen, wie die Einlage einer Drainage (Seton) oder die Spaltung einer subkutanen Fistel, werden in der Regel, während eines kurzstationären Aufenthaltes behandelt. Eine vollständige Darmreinigung ist nicht nötig, eine präoperative Entleerung des Enddarmes durch einen kleinen Einlauf ist hingegen empfehlenswert. Anschliessend wird die Wunde durch fünfmal tägliches Ausduschen sauber gehalten.

Komplexen Fisteloperationen, wie jene mit Schleimhautverschiebelappen, erfordern eine vollständige Darmreinigung vor der Operation und werden in der Regel während eines 3 bis 5-tägigen Krankenhausaufenthaltes durchgeführt. Die Operation erfolgt in rückenmarksnaher Anästhesie. Um ein Anheilen des Schleimhautverschiebelappens zu ermöglichen, muss jeder Stuhlgang in den ersten 3 Tagen nach der Operation vermieden werden. Deshalb erhalten die Patienten und Patientinnen während dieser Zeit nur flüssige Kost. Anschliessend wird die Wunde durch fünfmal tägliches Ausduschen sauber gehalten.