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Salben und Zäpfchen |
Sklerose- therapie |
Arterien Ligatur |
Gummiband Ligatur |
Opexie nach Longo |
Milligan Morgan, Ferguson, Parks |
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| 3. Grades |
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* bei gegebener Indikation
Die beste Therapie ist die Vermeidung der Verstopfung. Dies kann häufig durch Änderung der Essgewohnheiten und zusätzliche Aufnahme von Ballaststoffen erreicht werden. Diese einfache Änderung der Essgewohnheiten kann auch eine Verschlimmerung eines bestehenden Hämorrhoidalleidens verhindern und ist bei jeder Form der Therapie als begleitende Massnahme zu empfehlen.
Es existieren zahlreiche, örtlich anwendbare Medikamente (Crèmen oder Zäpfchen), die gegen Juckreiz und Schmerzen angewandt werden können. Der Nutzen ist jedoch im Langzeitverlauf meistens unbefriedigend und bei kortisonhaltigen Präparaten ist die Einsatzmöglichkeit auch zeitlich begrenzt.
Für die Behandlung der Blutungsneigung der Hämorrhoiden werden Wirkstoffe eingesetzt, die sich auch in der Behandlung des Krampfaderleidens bewährt haben. Diese Medikamente, wie zum Beispiel das Daflon®, können per os eingenommen werden und bewähren sich auch während der Schwangerschaft.
Gummibandligatur nach Barron [...]
Die einfachste und wenig invasive Technik bei der Behandlung von Hämorrhoiden ist die Gummibandligatur nach Baron. Dabei wird an der Basis der Hämorrhoiden ein kleines Gummiband angebracht. Dadurch wird die Durchblutung der Hämorrhoide unterbunden. Das Gummibändchen samt Schleimhautzipfel fällt 3 bis 5 Tage später ab. Die Therapie ist schmerzfrei und das Anbringen des Gummibandes erfolgt ambulant. Es können gleichzeitig 2 bis 3 Hämorrhoidenpolster behandelt werden. Komplikationen wie Blutungen oder Infektionen sind extrem selten.

- Ansaugen und Unterbinden eines Schleimhautzipfels an der Basis des Hämorrhoidalpolster
Sklerosetherapie [...]
Die Sklerosetherapie wird schon seit über einem Jahrhundert effektiv angewandt. Dabei wird submukös an der Hämorrhoidalbasis verätzende Substanzen (wie Phenollösung oder Aethylsklerol) gespritzt (Injektion). Dies führt zu einer lokalen entzündlichen Reaktion mit Drosselung der Blutzufuhr in die Hämorrhoidalpolster und einer Vernarbung in diesem Bereich. Die vorgefallenen (prolabierten) Hämorrhoiden werden schrumpfen und durch die Narbenbildung wieder an der Rektumwand fixiert.

- Injektion von verätzender Lösung in die Basis der Hämorrhoiden
Hämorrhoidenarterienligatur (HAL) [...]
Die dopplergesteuerte Hämorrhoidenarterienligatur ist ein relativ junges Verfahren und wurde erstmals 1995 von Morinaga vorgestellt. Bei dieser Technik wird ein speziell konstruiertes Proktoskop, das eine Dopplersonde an der Spitze enthält, eingeführt. Dank dieser Dopplersonde können die Strömungsgeräusche der zuführenden Blutgefässe lokalisiert werden. Bei eindeutiger Identifikation wird das Blutgefäss mit einer Naht umstochen. Auf diese Weise können bis zu 10 Arterien umstochen werden. In der Folge wird das Hämorrhoidalpolster schrumpfen.
Der Vorteil dieser Technik besteht darin, dass nach dem Eingriff praktisch keine Schmerzen auftreten und es nur äusserst selten zu Komplikationen kommt. Nahezu alle Patienten können am 1. oder 2. Tag nach der Operation wieder ihre gewohnte Tätigkeit aufnehmen. Sollten sich die Hämorrhoiden ungenügend zurückgebildet haben, kann eine zweite Sitzung problemlos durchgeführt werden.

- Dopplergesteuertes Aufsuchen der Blutgefässe der Hämorrhoidenpolster

- und Umstechung derselben.
Wenn das Hämorrhoidalleiden mittels konservativer und den oben genannten Methoden nicht erfolgreich behandelt werden kann oder in seinem Schweregradzunimmt, sind weitere chirurgische Massnahmen nötig. Dabei haben sich die Anzahl der Verfahren in den letzten Jahren erheblich erweitert. Während bis vor wenigen Jahren die klassische geschlossene Hämorrhoidektomie nach Ferguson, die offene Hämorrhoidektomie nach Milligan-Morgan oder die erweiterte Hämorrhoidektomie nach Parks häufig angewendet wurden, ist heute durch eine neue Technik - die Stapler Mukosektomie nach Longo - eine differenziertere Behandlung des Hämorrhoidalleidens möglich.
Hämorrhoidektomie nach Ferguson [...]
Offene Hämorrhoidektomie nach Milligan-Morgan [...]
Stapler Mukosektomie nach Longo [...]
Die Stapler Mukosektomie wurde 1981 erstmals von Kobladin beschrieben und erreichte durch die Arbeiten von Longo 1998 ihre Verbreitung in Europa. Es handelt sich dabei um ein relativ neues Verfahren, welches geeignet ist, vor allem zirkuläre Hämorrhoidalpolster zu behandeln. Dabei wird unmittelbar an der Basis der Hämorrhoiden ein zirkulärer Ring von Schleimhaut mittels Klammergerät entfernt. Dabei wird nicht nur ein Teil der vorgefallenen Schleimhaut entfernt, sondern auch diese wieder durch die Klammernaht am Enddarm fixiert. Durch dieses anale Lifting wird der Blutabfluss aus den Hämorrhoidalpolster wieder verbessert und ein Schrumpfungsprozess eingeleitet.Die feinen Klammern verschwinden nach 2 bis 3 Monaten.
Der Eingriff findet in einem Bereich des Afters statt, der wenig schmerzempfindlich ist und oberhalb des Schliessmuskels liegt. Verletzungen des Schliessmuskels sind deshalb sehr selten. Wir führen den Eingriff ambulant oder kurzstationär in Allgemeinnarkose durch. Eine spezielle Wundpflege ist nicht nötig, da die Klammernaht von aussen nicht sichtbar ist. Gelegentlich tritt ein leichter Stuhldrang während den ersten 4 bis 6 Wochen nach der Operation auf, der jedoch von alleine wieder verschwindet.

- Nach dem Fassen der Hämorrhoidenbasis mit einer Naht

- und Hineinziehen der Schleimhaut (Mukosa) in das Klammergerät,

- Abschneiden und anschliessend Verschluss der Schleimhaut mit feiner Klammernaht
Nach allen Eingriffen an den Hämorrhoiden ist eine Stuhlregulation empfehlenswert, dabei soll auf einen weichen, geformten Stuhl geachtet werden. Dies kann mit Quellmitteln oder ballaststoffreicher Nahrung und genügend Flüssigkeitszufuhr erreicht werden.
Nach einer Gummibandligatur, Sklerotherapie, Hämorrhoidenarterienligatur und Stapler Mukosektomie ist keine spezifische lokale Behandlung nötig.
Hingegen ist bei der geschlossenen oder offenen Hämorrhoidektomie nach Ferguson oder Milligan-Morgan eine Wundpflege nötig. Wir empfehlen das mehrmalige Ausduschen der Wunde mit normalem Wasser. Eine Fadenentfernung entfällt, da selbstresorbierbares Material verwendet wird. Wegen den äusseren Wunden ist die Sitzfähigkeit der Patienten häufig eingeschränkt und wir empfehlen eine Sitzhilfe (weiches Kissen, Ringkissen).