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Lukas Marti
Dr. med.
Lukas Marti
Tel +41 (0)71 494 1312
Fax +41 (0)71 494 2886

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Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Wann wird welche Therapie angewandt?

  Salben und Zäpfchen Sklerose- therapie Arterien Ligatur Gummiband Ligatur Opexie nach Longo Milligan Morgan, Ferguson, Parks
1. Grades X X X X    
2. Grades   X X X X*  
3. Grades       X* X X
3. Grades         X X

* bei gegebener Indikation

Konservative Therapie

Die beste Therapie ist die Vermeidung der Verstopfung. Dies kann häufig durch Änderung der Essgewohnheiten und zusätzliche Aufnahme von Ballaststoffen erreicht werden. Diese einfache Änderung der Essgewohnheiten kann auch eine Verschlimmerung eines bestehenden Hämorrhoidalleidens verhindern und ist bei jeder Form der Therapie als begleitende Massnahme zu empfehlen.

Es existieren zahlreiche, örtlich anwendbare Medikamente (Crèmen oder Zäpfchen), die gegen Juckreiz und Schmerzen angewandt werden können. Der Nutzen ist jedoch im Langzeitverlauf meistens unbefriedigend und bei kortisonhaltigen Präparaten ist die Einsatzmöglichkeit auch zeitlich begrenzt.

Für die Behandlung der Blutungsneigung der Hämorrhoiden werden Wirkstoffe eingesetzt, die sich auch in der Behandlung des Krampfaderleidens bewährt haben. Diese Medikamente, wie zum Beispiel das Daflon®, können per os eingenommen werden und bewähren sich auch während der Schwangerschaft.

Chirurgische Therapien

Gummibandligatur nach Barron [...]
Sklerosetherapie [...]
Hämorrhoidenarterienligatur (HAL) [...]
Hämorrhoidektomie nach Ferguson [...]
Offene Hämorrhoidektomie nach Milligan-Morgan [...]
Stapler Mukosektomie nach Longo [...]

Nachbehandlung

Nach allen Eingriffen an den Hämorrhoiden ist eine Stuhlregulation empfehlenswert, dabei soll auf einen weichen, geformten Stuhl geachtet werden. Dies kann mit Quellmitteln oder ballaststoffreicher Nahrung und genügend Flüssigkeitszufuhr erreicht werden.

Nach einer Gummibandligatur, Sklerotherapie, Hämorrhoidenarterienligatur und Stapler Mukosektomie ist keine spezifische lokale Behandlung nötig.

Hingegen ist bei der geschlossenen oder offenen Hämorrhoidektomie nach Ferguson oder Milligan-Morgan eine Wundpflege nötig. Wir empfehlen das mehrmalige Ausduschen der Wunde mit normalem Wasser. Eine Fadenentfernung entfällt, da selbstresorbierbares Material verwendet wird. Wegen den äusseren Wunden ist die Sitzfähigkeit der Patienten häufig eingeschränkt und wir empfehlen eine Sitzhilfe (weiches Kissen, Ringkissen).