Was versteht man unter Lebertumoren und Lebermetastasen?
Lebertumoren (Leberzellkrebs) bildet sich meist in einer vorgeschädigten Leber (Zirrhose, Hepatitis). Dadurch werden die funktionelle Reserve und die Regenerationsfähigkeit eingeschränkt, wodurch die Möglichkeiten der chirurgischen Tumorentfernung begrenzt werden können.
Im Gegensatz dazu entwickeln sich Lebermetastasen meist in einer gesunden Leber, die über eine eindrückliche Regenerationsfähigkeit verfügt. Dadurch kann bei einer chirurgischen Therapie bis zu 2/3 des Lebergewebes entfernt werden. Andererseits sind Lebermetastasen bei zahlreichen Tumoren Zeichen eines generalisierten, fortgeschrittenen Leidens. In diesen Fällen bietet eine lokale Therapie der Lebermetastasen keine Verbesserung der Prognose, so dass die mit einem chirurgischen Eingriff verbundenen Risiken nicht vertretbar wären. Im Gegensatz dazu stehen einige Tumorarten, bei welchen auch bei Auftreten von Lebermetastasen, nach lokaler Tumortherapie ein Langzeitüberleben möglich ist.
Was bedeutet ein Lebertumor oder Lebermetastase(n) für den Patienten?
Weder bei der Erkrankung an Leberzellkrebs noch an Lebermetastasen treten anfänglich Symptome auf. Erst wenn die Leberfunktion durch das Tumorgewebe eingeschränkt wird oder die zunehmende Grösse der Leber die Hüllkapsel der Leber unter Spannung setzt, können Oberbauchschmerzen, ein Gewichtsverlust oder eine Gelbsucht (Ikterus) auftreten. Ein Arztbesuch sollte in diesem Fall vorgenommen werden. Unbehandelt führen sowohl der Leberzellkrebs als auch Lebermetastasen unweigerlich zum Tod auch wenn der primäre Tumor korrekt entfernt werden konnte.







