Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein?
Voraussetzung für eine möglichst komplikationslose Genesung nach der sehr umfangreichen Operation ist eine sorgfältige Patientenauswahl und Vorbereitung. Zusätzlich muss das Tumorleiden in seiner Ausdehnung genau beurteilt werden.
Tumorausdehnung
Je nach Tumorursprung wird die Diagnostik festgelegt. Auf jeden Fall ist eine Schnittbilduntersuchung (Computertomographie) des Brust- und Bauchraumes inklusiv kleinem Becken notwendig. Meistens ist auch eine Spiegelung des Magens und des Dickdarmes notwendig. Zum Ausschluss von Fernableger wird zunehmend auch ein PET/CT gemacht.
Allgemeinzustand des Patienten
Für eine Behandlung mit zytoreduktiver Chirurgie und hyperthermer intraoperativer intraperitonealer Chemotherapie sollte der Patient neben seinem Grundleiden keine weiteren schweren Grunderkrankungen aufweisen und in einem ordentlichen Allgemeinzustand sein. Einschränkungen der Herz- und Lungenfunktion müssen gegebenenfalls noch mit Medikamenten und Physiotherapie verbessert werden.
In einer Schwangerschaft oder während der Stillzeit kann man keine zytoreduktive Operation durchführen.
Letztendlich muss jeder Patient vor der Operation von Chirurg und Anästhesist individuell beurteilt und beraten werden.
Voraussetzung der behandelnden Klinik
Umfangreiche Entfernung von Tumorgewebe und Organanteilen ist nur in der Hand eines erfahrenen Chirurgenteams eine gute Therapiemöglichkeit. Der Chirurg braucht ein umfangreiches Netzwerk von erfahrenen Onkologen, Urologen, Pathologen, Radiologen, Anästhesisten und Intensivmedizinern zur Therapieoptimierung, des weiteren müssen Labor- und Blutproduktressourcen für den Eingriff zur Verfügung stehen. Diese Voraussetzungen sind nur an grossen Kliniken gegeben. Eine erfolgreiche zytoreduktive Chirurgie gefolgt von einer hyperthermen intraoperativen intraperitonealen Chemotherapie ist sehr von der Erfahrung des Zentrums abhängig.
Welche Voruntersuchungen sind notwendig?
Die Untersuchungen vor der Operation eines so fortgeschrittenen Krebsleidens sind meist sehr umfangreich und richten sich nach dem Ursprung der Krebsgeschwulst.
- In jedem Fall ist eine Schnittbilduntersuchung (Computertomographie) des Bauch- und Brustkorbraumes notwendig. Die Computertomographie zeigt einigermassen die Ausdehnung des peritonealen Malignoms an und kann weitere Ableger in der Leber und Lunge ausschliessen.
- Je nach Ausdehnung sind eventuell weitere endoskopische Untersuchungen von Magen oder Dickdarm (Magenspiegelung, Darmspiegelung) sowie urologische Untersuchungen nötig.
- Zusätzlich sind Untersuchungen zum Allgemeinzustand des Patienten erforderlich, da die Kombination vor einer sehr grossen Operation und sofortiger Chemotherapie eine grosse körperliche Belastung darstellen kann.



