Welche Formen der Erkrankung gibt es?
Ein Krebsbefall des Bauchfelles stellt ein gravierendes medizinisches Behandlungsproblem dar. Eine Peritonealkarzinose ist immer ein Ausdruck eines sehr fortgeschrittenen Krebsleidens und hat ohne weitere Behandlung eine sehr schlechte Prognose. Ohne medizinische Behandlung kommt es zur raschen Ausbreitung und zum raschen Wachsen der Ableger in der Bauchhöhle. In der Folge kann es zu Verdrängungserscheinungen mit nachfolgender Funktionsstörung von Bauchorganen kommen. Ein häufiges Problem ist die Entwicklung eines Darmverschlusses durch Einengung des Darmes von aussen oder eines Nierenstaus durch Behinderung des Urinabflusses.
Patienten, welche ein peritoneales Malignom haben, brauchen in der Regel für die Tumorbehandlung eine medikamentöse Therapie (Chemotherapie). Alternativ kann je nach Tumorursprung auch eine Operation oder Bestrahlung Sinn machen.
Eine Operation ist insbesondere bei Komplikationen durch das peritoneale Malignom indiziert (Darmverschluss, Darmdurchbruch, Blutung,...).
Bei gewissen peritonealen Malignomen kann man aber heute gute Langzeitergebnisse durch eine Kombination von Operation und medikamentöser Behandlung erreichen (multimodale Therapie).
Bei folgenden peritonealen Malignomen sollte man heutzutage eine Operation in Betracht ziehen:
- Primäres Peritonealmalignom
- Peritoneales Mesotheliom
- Pseudomyxoma peritonei
- Fortgeschrittener Eierstockkrebs (FIGO III und IV)
- Fortgeschrittener Eileiterkrebs
- Peritonealkarzinose bei Dickdarm- und Mastdarmkrebs
Wichtig für das chirurgische Angehen eines peritonealen Malignoms ist der Ausschluss von Krebsablegern in anderen Organen (z.B. Leber, Lunge, Knochen,...).






