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Bruno Schmied
Prof. Dr. med.
Bruno Schmied
Tel +41 (0)71 494 1312
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Welche Vorausetzungen müssen gegeben sein?

Tumorausdehnung

Die Entfernung von grossen Strecken des Dünn- und Dickdarmes sind eventuell nötig, um das Pseudomyxom komplett zu entfernen. Eine gewisse Strecke muss aber belassen werden, damit der Patient noch ausreichend Nahrung aufnehmen kann. Eine Voraussetzung für die Operation ist also, dass ein gewisser Teil des Darmtraktes keinen Tumorbefall aufweist und man diesen Abschnitt belassen kann.

Allgemeinzustand des Patienten

Für eine Behandlung mit zytoreduktiver Chirurgie und hyperthermer intraoperativer intraperitonealer Chemotherapie sollte der Patient neben seinem Grundleiden, dem Pseudomyxom, keine weiteren schweren Grunderkrankungen und einen akzeptablen Allgemeinzustand aufweisen.

Nach der Operation kann es, als Komplikation, zu Entzündungen in der Bauchhöhle oder auch zu Lungenentzündungen und anderen Infekten kommen. Um diese zu überstehen braucht man ein gesundes Immunsystem.

Patienten, welche unter einer immunsupressiven Therapie stehen (nach Transplantation oder wegen Autoimmunerkrankungen) stehen hier unter einem besonderen Risiko.

Auch Patienten mit mehreren schweren Vorerkrankungen haben ein erhöhtes Risiko für Komplikationen. Schwere Herz- oder Lungenkrankheiten oder schwere Nierenerkrankungen können dagegen sprechen eine solche Behandlung durchzuführen.

In der Schwangerschaft oder Stillzeit ist eine solche Therapie nicht möglich.
Letztendlich muss jeder Patient vor der Operation von Chirurg und Anästhesist individuell beurteilt und beraten werden.

Voraussetzung der behandelnden Klinik

Umfangreiche Entfernung von Tumorgewebe und Organanteilen ist nur in der Hand eines erfahrenen Chirurgenteams eine gute Therapieoption. Der Chirurg braucht ein umfangreiches Netzwerk von erfahrenen Onkologen, Urologen, Pathologen, Radiologen, Anästhesisten und Intensivmedizinern zur Therapieoptimierung, des weiteren Labor- und Blutproduktressourcen für den Eingriff. Diese Voraussetzungen sind nur an grossen Kliniken gegeben. Eine erfolgreiche zytoreduktive Chirurgie gefolgt von einer hyperthermen intraoperativen intraperitonealen Chemotherapie ist sehr von der Erfahrung des Zentrums abhängig.

Welche Voruntersuchungen sind notwendig?

  • Eine Computertomographie zeigt die Ausdehnung des Pseudomyxoms.
  • Je nach Ausdehnung sind eventuell weitere endoskopische Untersuchungen von Magen oder Dickdarm, wie Darm- und Magenspiegelung, oder urologische Untersuchungen nötig.
  • Je nach Begleiterkrankungen sind vor einer allfälligen Operation auch weitergehende Untersuchungen von Herz und Lunge und Blutentnahmen notwendig.