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Bruno Schmied
Prof. Dr. med.
Bruno Schmied
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Welche allgemeinen Therapie-Ergebnisse liegen vor?

Im Jahre 1999 konnte Paul Sugarbaker vom Washington Cancer Institut mit seiner Arbeit an 385 Patienten nachweisen, dass die sogenannnte zytoreduktive Chirurgie in Kombination mit einer hyperthermen intraoperativen intraperitonealen Chemotherapie aktuell die besten Resultate in der Behandlung des Pseudomyxoms erzielt. Mit diesem Verfahren leben 5 Jahre nach der Behandlung noch 86% aller Patienten.

Diese Daten konnten 2001 von der Arbeitsgruppe von Witkamp aus Amsterdam und 2004 von der Arbeitsgruppe von Marcello Deraco aus Mailand bestätigt werden.

Da es sich beim Pseudomyxom um einen sehr seltenen Tumor handelt sind wissenschaftliche Ergebnisse mit guter statistischer Aussage aber nur sehr begrenzt vorhanden.

5-Jahres-Überleben bei Pseudomyxoma peritonei:
Abhängigkeit von der Tumorreduktion

Allgemein kann man sagen, dass der Heilungserfolg, gemessen in 5- oder 10-Jahres-Überlebensraten sehr stark variieren kann. Das hängt vor allem von der entfernten Tumormasse ab. Je fortgeschrittener der Befund zu Beginn der Behandlung ist, umso schwieriger wird es sein alle Tumormassen zu entfernen. Gelingt es sämtliches, mit dem Auge sichtbare Tumorgewebe herauszunehmen, so sind die Ergebnisse wesentlich besser, als wenn Resttumor in der Bauchhöhle verbleibt.

Ausserdem gibt es unterschiedlich aggressiv wachsende Pseudomyxom-Formen. Auch sie bestimmen die Prognose.

5-Jahres-Überleben bei Pseudomyxoma peritonei:
Abhängigkeit vom Tumortyp

Andererseits ist nicht jedes Pseudomyxoma peritonei gleich gutartig oder bösartig. Es werden zwei verschiedene Typen von Pseudomyxoma peritonei unterschieden:

  • Wenig aggressiver Tumor (low grade)
  • sehr aggressiver Tumor (high grade)