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Thomas Clerici
Dr. med.
Thomas Clerici
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Welche Voruntersuchungen sind notwendig?

Standardabklärung

Erster Baustein der Diagnostik ist die Krankheitsvorgeschichte (Anamnese). Der Patient berichtet dem Arzt über die vorliegenden Beschwerden und die ihm aufgefallenen Beschwerden. Der Arzt wird durch gezielte Fragen die Ausführungen des Patienten komplettieren. Mittels der Anamnese lassen sich bereits sehr viele wichtige Hinweise bezüglich Schilddrüsenfunktion und Art der Erkrankung erfassen.

Nebst einer allgemeinen körperlichen Untersuchung wird der Hals inspiziert und die Schilddrüse abgetastet (Palpation). Dabei wird die Schilddrüse bezüglich Grösse, Beschaffenheit, Schmerzhaftigkeit und Verschieblichkeit zu den umgebenden Strukturen untersucht.

Die Blutuntersuchung dient dazu, die Schilddrüsenfunktion genau zu erfassen. Dazu werden die Blutspiegel der Schilddrüsenhormone (T3, T4) sowie des Hormons, welches die Schilddrüsenaktivität steuern (TSH), gemessen und mit Normwerten verglichen. In der Regel genügt eine einmalige Entnahme von ca. 10 ml Blut. Bei Verdacht auf eine Basedow-Erkrankung wird nach Schilddrüsen-Antikörpern (TRAK und andere) gesucht.

Die Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse macht man sich die Tatsache zu Nutze, dass unterschiedliche Körpergewebe Schall unterschiedlich leiten und reflektieren. Mit dem aufgenommen Echo lässt sich ein Bild des beschallten Körperteils erstellen. Der Ultraschall hat sich als Standarduntersuchung der Schilddrüsenmorphologie etabliert. Mit dessen Hilfe lässt sich die Schilddrüsenausdehnung ausmessen und das Schilddrüsenvolumen berechnen. Gewebeveränderungen wie Knoten oder Zysten können festgestellt und örtlich zugeordnet werden.

Spezielle Zusatzuntersuchungen

Szintigraphisches Bild eines autonomen Knoten

Mit der Schilddrüsenszintigraphie wird von der Schilddrüse eine funktionelle Abbildung geschaffen. Das heisst, dass die Schilddrüseareale entsprechend ihrer Funktion (Unter-, Über- oder Normalfunktion) abgebildet werden. Die Untersuchung wird heute meistens noch zur Abklärung autonomer Schilddrüsen (Schilddrüsen mit Überfunktion, welche sich einer Regulierung durch die Regelkreise entziehen) eingesetzt. Vor dem Einsatz von Radiojod zur Therapie von Schilddrüsenerkrankungen ist die Untersuchung obligatorisch. Ausserdem wird die Schilddrüsenszintigraphie in der Nachbehandlung von Schilddrüsenkrebspatienten auf der Suche nach Ablegern in regelmässigen Abständen eingesetzt.

Bei der Durchführung einer Szintigraphie wird dem Patienten eine radioaktiv markierte Substanz injiziert, welche von den Schilddrüsenzellen entsprechend ihrer Funktion aufgenommen wird. Für die Dauer der Untersuchung strahlen die verschiedenen Schilddrüsenanteile entsprechend ihrer Aktivität radioaktiv. Das Radioaktivitätsmuster der Schilddrüse wird von empfindlichen Strahlenkameras aufgenommen und zu einem Bild verarbeitet.

Kann auf Grund der Voruntersuchungen bei einem Kropf ein Schilddrüsenkrebs als Ursache des Kropfes nicht ausgeschlossen werden, wird eine Feinnadelpunktion des veränderten Schilddrüsenareals durchgeführt. Dabei wird eine dünne Nadel durch die Haut in den zu untersuchenden Knoten eingestochen. Zur Verbesserung der Treffsicherheit kann dies auch unter Ultraschallkontrolle erfolgen. Über die Nadel werden Zellen aus dem Knoten gewonnen, welche durch spezialisierte Ärzte unter dem Mikroskop untersucht werden. Oft lässt sich damit die Gut- oder Bösartigkeit eines Schilddrüsenknotens ermitteln.