Der Therapieerfolg hängt von der korrekten Diagnose und der entsprechenden Therapie ab. Zusätzlich beeinflusst die Dauer der Beschwerden und die chronische Einnahme von Abführmitteln den Erfolg.
Stapled Transanal Rectumresection (STARR-Operation) [...]
Gute bis sehr gute Resultate werden nach der STARR-Operation bei 80 bis 90% der Patienten nachgewiesen. Als Komplikation bei dieser Technik kann es zu Nachblutungen oder Infekten im kleinen Becken kommen. Diese Komplikationen sind jedoch sehr selten. Gelegentlich klagen die Patienten nach der Operation über einen Stuhldrang (Drang-Inkontinenz) mit bis zu gelegentlich unbemerktem Stuhlverlust (Passive Inkontinenz). Diese Symptome verschwinden jedoch in praktisch allen Fällen nach 6 Monaten.
Vordere Beckenbodenplastik [...]
Die Beckenbodenplastik hat vor allem bei jüngeren Patientinnen, die eine Aussackung des Enddarmes (Rektozele) und eine Schliessmuskelverletzung (Sphinkterläsion) nach einer komplexen Geburt (Zangen-, Vaccumgeburt) erlitten, sehr gute Resultate gezeigt. Hier liegt die Erfolgsrate bei bis zu 80%. Häufige Frühkomplikation ist der Wundinfekt beim Damm (Perineum). Die Wunde muss in solchen Fällen eröffnet und gespült werden. Diese Komplikation hat aber keinen Einfluss auf das Resultat der Operation. Andere mögliche Komplikationen sind Blutergüsse im Wundbereich (Hämatome), die gegebenenfalls chirurgisch entlastet werden müssen. Eine Komplikation im Langzeitverlauf sind Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunie), welche durch die Raffung der Beckenbodenmuskulatur verursacht werden kann.
Laparoskopische Nahtrektopexie [...]
Die Resultate der laparoskopischen Rektopexie in der Behandlung des Rektumprolaps sind sehr gut. Eine dauerhafte Heilung ist bei etwa 80 - 90% der Patientinnen möglich. Als mögliche Probleme der laparoskopischen Rektopexie werden die Verletzung von Nerven genannt, was zu Blasenentleerungsstörungen oder zu Störungen der Potenz führen kann. Wir führen deshalb eine sehr sparsame und vorsichtige Mobilisation des Enddarmes durch.
Rehn-Delorme-Operation [...]
Die Rehn-Delorm'sche Operation ist eine wenig belastende Operation mit einer Erfolgsrate von 70 bis 80% im Langzeitverlauf. Komplikationen sind Blutungen oder Infekte im kleinen Becken, die jedoch selten auftreten.
Sakrale Nervenstimulation [...]
Über die sakrale Nervenstimulation bei der outlet-obstruction gibt es erst wenige Berichte in entsprechenden Fachzeitschriften. Jedoch haben eigene Erfahrungen gezeigt, dass bei bis in etwa 50 - 60% der Patienten ein günstiger Effekt erreicht werden kann. Der Vorteil dieser Technik liegt darin, dass bevor ein teurer Neurostimulator implantiert wird, das Verfahren in einer 2 bis 3-wöchigen Phase getestet werden kann. Schwere Komplikationen gibt es bei dieser Technik nicht, einzig eine Wundinfektion an der Elektrode kann dazu führen, dass die Testphase vorzeitig beendet werden muss. Diese Komplikation ist jedoch äusserst selten.