Eigenblutspende

Was ist eine Eigenblutspende?

Als Eigenblutspende bezeichnen wir eine Entnahme von 400-450 ml Vollblut aus einer Armvene. Je nach Bedarf können in den 5 Wochen vor der Operation bis zu 4 solcher Eigenblutspenden erfolgen.

Wozu werden Eigenblutspenden durchgeführt?

Bei blutverlustreichen Operationen, bei denen vorwiegend oder ausschliesslich rote Blutkörperchen durch Fremdblut ersetzt werden müssen, gelingt es, durch die wiederholten Eigenblutspenden häufig den gesamten Blutbedarf durch die Eigenspenden zu decken. Durch die Einnahme eines Eisenpräparates und eine ausgeglichene eiweissreiche Ernährung kann Ihr Körper während der Zeit der Eigenspenden bereits einen grossen Teil des gespendeten Blutes durch Neubildung wieder ersetzen.

Wie wird die Eigenblutspende durchgeführt?

Wie bei einer Blutspende wird über eine Armvene Blut in einen speziellen Plastikbeutel abgenommen. Die Eigenblutspende unterscheidet sich für den Spender nicht von der normalen Blutspende.

Was geschieht mit der Eigenblutspende?

Das von Ihnen entnommene Vollblut wird im Blutspendenzentrum weiter verarbeitet und für Sie bis zum Operationstermin unter optimalen Bedingungen gelagert. Wegen der begrenzten Haltbarkeit der roten Blutkörperchen (maximal 42 Tage) müssen die Eigenblutspenden in den 5 Wochen vor der Operation erfolgen. Der Operationstermin muss deshalb vor Beginn der Eigenblutspenden auch definitiv festgelegt werden.

Hat die Eigenblutspende nachteilige Folgen?

Bei Einhaltung der erforderlichen ärztlichen Sorgfaltsmassregeln (Abklärung der Spendentauglichkeit) sind keinerlei nachteilige Folgen durch die Eigenblutspende zu erwarten.

Wie bei der Fremdblutspende kann es bei kreislauflabilen Personen zu einem Kreislaufkollaps kommen, weshalb Patienten, die an bestimmten Herzkreislaufkrankheiten leiden, von der Eigenspende ausgeschlossen werden müssen. Dies betrifft insbesondere Patienten mit Erkrankungen der Herzkranzgefässe. Das konservierte Eigenblut unterliegt während der Aufbewahrungszeit den gleichen lagerungsbedingten Veränderungen wie jede normale Blutkonserve.

Was ist bei der Eigenblutspende besonders zu beachten?

Im Gegensatz zu den drei anderen Verfahren der Eigenblutgewinnung muss bei der wiederholten Eigenblutspende wie erwähnt regelmässig ein Eisenpräparat eingenommen werden. Sonst gelten im Prinzip die gleichen Empfehlungen wie für die Eigenplasmaspende.

Kommen Sie nie zur Spende, ohne 2-3 Stunden vorher Flüssigkeit zu sich genommen zu haben.